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Kooperationsprojekt: Lebensqualität und Bedürfnisanalyse bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

  • Projektbereich
    • Assoziierte Projekte (AP)
  • Personen und Institutionen
    • Dr. Marion Schowalter (Projektleiter) Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Klinikstr. 3, 97070 Würzburg
    • Prof. Dr. Dr. Hermann Faller (Projektleiter) Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Klinikstr. 3, 97070 Würzburg
    • Dipl.-Psych. Thomas Steinbüchel (Wiss. Mitarbeiter) Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie, Universität Würzburg, Klinikstr. 3, 97070 Würzburg.
      Tel. 0931/312713, Fax 0931/888-7152,
      E-mail: thomas.steinbuechel (AT) mail.uni-wuerzburg.de
    • Prof. Dr. Christiane E. Angermann (Kooperationspartnerin) Medizinische Poliklinik der Universität Würzburg, Klinikstr. 6-8, 97070 Würzburg
  • Laufzeit
    • 2 Jahre (ab 1.3.2003)
  • Förderung
    • Grimmke-Stiftung
  • Kontakt
    • siehe oben

Hintergrund

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung mit hoher Sterblichkeit und großer gesundheitsökonomischer Bedeutung, die für die Betroffenen gravierende Ein­schränkungen der Lebensqualität mit sich bringt. Zudem scheint die Prävalenz einer Depression erhöht zu sein, mit den Folgen einer herabgesetzten Compliance mit der medizinischen Behandlung und möglicherweise auch ungünstigeren Überlebensprognose. Obwohl die Lebensqualität des Patienten als wichtiges Outcome-Kriterium der Behandlung gilt, existiert noch kein zufriedenstellendes Instrument für ihre krankheitsspezifische Erfassung. Darüber hinaus besteht noch Unklarheit darüber, welche Bereiche des Alltagslebens der Patienten besonders beeinträchtigt sind, sowie über Art und Ausmaß der Bedürfnisse der Patienten hinsichtlich Information, Beratung und Unterstützung.

Ziele

Das erste Ziel der Studie besteht darin, einen aus den USA stammenden krankheitsspezifischen Lebensqualitätsfragbogen (Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire, KCCQ), der in der Originalversion ausgezeichnete psychometrische Kenn­werte aufweist, in einer autorisierten deutschen Version zu evaluieren. Ein weiteres Ziel besteht in der Erhebung der Bedürfnisse (needs) der Patienten im Hinblick auf Information, Beratung und Unterstützung. Auf der Grundlage dieser Bedürfnisanalyse soll eine manualisierte psychoedukative Intervention (Schulungsprogramm) entwickelt werden.

Methoden

Die psychometrische Prüfung des KCCQ erfolgt nach dem üblichen Vorgehen der klassischen Testtheorie: Itemanalyse, interne Konsistenz, Retest-Reliabilität, Konstruktvalidität (Vergleich mit dem SF-36), diskriminative Validität (Vergleich von Patienten unterschiedlicher NYHA-Schweregrade), Änderungssensitivität (zweimalige Messung im dekompensierten und im rekompensierten Zustand). Je nach Ergebnis der Prüfung soll der KCCQ in einer vom BMBF geförderten Studie zur Ergebnisevaluation eingesetzt werden.

Für die Bedürfnisanalyse wird ein teilstrukturiertes Interview verwandt. Die erfragten Be­dürfnisse der Patienten sollen Eingang in die Entwicklung eines Patientenschulungspro­gramms finden, das in einem vom BMBF geförderten Projekt mittels eines kontrollierten ran­domisierten Designs evaluiert werden wird.