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Projekt B6 – 1. Förderphase

Untersuchung geschlechtsspezifischer, biomedizinischer und psychosozialer Einflüsse auf den langfristigen Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen bei Patienten mit akuter koronarer Herzkrankheit. Anschlussvorhaben mit Interventionsstudie

  • Projektbereich
    • Projektbereich B - Evaluation von Therapieprogrammen
  • Personen und Institutionen
    • PD Dr. Ursula Härtel, MPH Humanwissenschaftliches Zentrum der LMU München
    • Dr. med. Jürgen Gehring Klinik Höhenried der LVA Oberbayern
    • Prof. Dr. med. Gernot Klein Klinik Höhenried der LVA Oberbayern
    • Dipl. Psych. R. Weber Klinik Höhenried der LVA Oberbayern
  • Laufzeit
    • 3 Jahre (Beginn: 30.11.2001)
  • Kontakt

Hintergrund

Die vorläufigen Ergebnisse der nicht-interventionellen Kohortenstudie der ersten Förderphase haben bereits eine Reihe relevanter geschlechtsspezifischer Unterschiede im Verlauf der kardiologischen Rehabilitation gezeigt, die in diesem Anschlussvorhaben weiter verfolgt werden sollen und außerdem die Grundlage bilden für eine auf Frauen zentrierte Interventionsstudie.

Zielsetzung

Erstens sollen im Anschlussvorhaben über den verlängerten Follow-up-Zeitraum von drei Jahren die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Hinblick auf die Outcome-Variablen Rezidivrisiko, Mortalität, Reintegration in das Alltags- und Erwerbsleben, Veränderungen in der subjektiven und objektiven Gesundheit weiter untersucht werden. Zweitens soll in einer zusätzlichen Interventionsstudie, die nur Frauen einschließt, die kurz- und langfristige Wirksamkeit spezifischer therapeutischer Maßnahmen für Frauen evaluiert werden, die bereits während der stationären Anschlussheilbehandlung beginnen und im Rahmen eines intensivierten Nachsorgeprogramms fortgesetzt werden.

Methodik

A) Prospektive Follow-up-Studie (3 Jahre nach erster akuter Koronarerkrankung) mit etwa 300 Männern und 200 Frauen nach stationärer AHB.

B) Randomisierte Interventionsstudie mit ca. 150 Frauen (75 "Fälle" und 75 Kontrollen). Zusätzlich ca. 100 „historische“ Kontrollen aus der laufenden Kohorte; Dauer: 18 Monate.

Untersuchungsmethoden: Standardisierte physische Messungen und standardisierte Interviews und Fragebögen zum Selbstausfüllen zur Erfassung des medizinisch-therapeutischen und psychosozialen Hintergrunds, der physischen und Verhaltensbedingten Risikofaktoren und der subjektiven Gesundheit. Telefonische Interviews in der Follow-up Untersuchung. Intervention während der stationären AHB: Frauenspezifisches Bewegungs-, Ernährungs-, Motivations- und Aufklärungsprogramm sowie spezielle psychologische Maßnahmen (insbesondere zur Angst- und Depressionsbewältigung, Gewinnen von Selbstsicherheit). Geschlossene Frauengruppen bei speziellen Themen. Intensivierte Nachsorge: Gezielte Vermittlung ambulanter Herzgruppen, vierteljährliche telefonische Nachbefragung, Einbeziehung eines Verwandten oder Familienangehörigen, "Patientenpass" mit konkreten Empfehlungen und Hausarzteintragungen.