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Projekt B7 (Folgeprojekt von A2) – 2. Förderphase

Entwicklung und Evaluation eines Therapieprogramms zur Bewältigung von Progredienzangst

  • Projektbereich
    • Projektbereich B - Evaluation von Therapieprogrammen
  • Personen und Institutionen
    • Prof. Dr. Peter Herschbach Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin, med. Psychologie und Psychotherapie der TU München, Klinikum Rechts der Isar
  • Laufzeit
    • 3 Jahre (1.4.2002 – 31.03.2005)
  • Kontakt
    • Prof. Dr. P. Herschbach,
    • Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin, med. Psychologie und Psychotherapie der TU München,
    • Langerstr. 3,
    • 81675 München;
    • E-mail: P.Herschbach (AT) lrz.tum.de

Hintergrund

Die reale Furcht vor dem möglichen weiteren Krankheitsverlauf – Progredienzangst – gehört zu den zentralen emotionalen Belastungen von Tumorpatienten. Progredienzangst (PA) ist ein eigenständiges Konstrukt, dass von irrationalen psychiatrischen Ängsten abzugrenzen ist. Die PA kann so ausgeprägt sein, dass sie die Lebensqualität dauerhaft vermindert ist und deshalb Behandlungsbedarf besteht. Die große Bedeutung von PA war Anlass zur Entwicklung und Evaluation einer spezifischen Therapie dysfunktionaler PA.

Ziel und Fragestellungen

Ziel der Studie ist die Entwicklung und Evaluation eines Gruppentherapieprogramms zur Bewältigung dysfunktionaler Progredienzangst bei Patienten mit Krebs und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

Studiendesign

Prospektives randomisiertes Kontrollgruppendesign. Mittels differentieller Indikationsstellung durch den PA-F werden nach einer externen Randomisierung 164 Patienten 26 Therapiegruppen bzw. ebenso vielen problemorientierten Selbsterfahrungsgruppen gleicher Dauer zugewiesen (n = 328). Meßzeitpunkte sind t1 = Klinikaufnahme; t2 = Reha-Ende; t3 = 3 Mon. nach Reha-Ende; t4 = 12 Mon. nach Reha-Ende. Evaluationsmaße sind der PA-F, FLZ-Lebensqualität, HADS-D, SF12, somatische Krankheitsmerkmale sowie gesundheitsökonomisch relevante Variablen.

Ergebnisse (der zweiten Projektphase)

Aktuell ist die Durchführung der Therapiegruppen abgeschlossen. An der Studie nehmen insgesamt 347 Patienten teil: 174 mit einer rheumatischen Erkrankung und 173 mit einer Tumorerkrankung. Die Erhebung der ersten beiden Messzeitpunkte ist damit ebenfalls beendet. Der Rücklauf bei Entlassung aus der Rehabilitationsbehandlung (t2) betrug 95,7 %. Erste Ergebnisse werden im Herbst 2004 vorliegen.