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Projekt C3 – 1. Förderphase

Modellversuch: Netzwerk zwischen einem Diabeteszentrum und Hausärzten zur Verbesserung der regionalen Diabetikerbetreuung

  • Projektbereich
    • Projektbereich C - Schnittstellenprobleme in der rehabilitativen Versorgung
  • Personen und Institutionen
    • Dr. Dieter Teßmann
    • Dipl.-Psych. Petra Schweigert
    • Dr. Dietz von Stetten
  • Laufzeit
    • 3 Jahre (Beginn 01.11.1998)
  • Kontakt

Hintergrund

Bei der Betreuung von Diabetikern offenbaren sich Schnittstellenprobleme, die ein effektives und effizientes Case-Management behindern.

Zielsetzung

Durch den Aufbau eines Netzwerkes zwischen einem Diabeteszentrum an einer Rehabilitationsklinik und den weiterbetreuenden niedergelassenen Ärzten der Region sollte die Diabetikerversorgung flächendeckend verbessert werden.

Nach Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen wurde die Effektivität der strukturierten Nachbetreuung unter medizinisch-psychologischen wie auch sozioökonomischen Gesichtspunkten evaluiert.

Studiendesign

Im Rahmen einer Cluster-Randomisation sollten strukturgleiche Praxen zum einen der Interventionsgruppe mit Schulungen im Diabeteszentrum zugeordnet werden, zum anderen sollten kooperationswillige Hausärzte mit unverändertem Handlungssetting als Vergleichsgruppe dienen. Die Vergleichspraxen sollten nach der Interventionsphase die gleichen Möglichkeiten erhalten wie die Interventionspraxen.

Ergebnisse

Die Patientenrekrutierung gestaltete sich bei zunehmender Konkurrenzsituation zwischen verschiedenen kooperierenden Kassen, aber auch zwischen den Hausärzten schwierig. Nach zeitlicher Verzögerung wurden 45 Patienten stationär geschult und anschließend von den Hausärzten strukturiert nachbetreut. Die so betreuten Patienten wiesen signifikante Verbesserungen von HbA1c, BMI, RR und Blutfetten auf, die Zahl der Krankenhaustage nach Intervention war deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Durch konsequente Nutzung eines Belastungs-Fragebogens (FBD) wurden zusätzliche belastungsbezogene Schulungsmodule integriert.

Die Vergleichspraxen verweigerten im Verlauf die Weitergabe von Screening- und Behandlungsdaten, ein überregionaler Vergleich mit im Diabeteszentrum geschulten Patienten zeigte einen deutlich stärkeren Effekt der Betreuung durch das Netzwerk.