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Projekt C6 – 2. Förderphase

Effizienz und Gerechtigkeit im System der Rehabilitation - oder: Das Verhältnis von ökonomischer Evaluation, ethischen Prinzipien und Ressourcenallokation

  • Projektbereich
    • Projektbereich C - Schnittstellenprobleme in der rehabilitativen Versorgung
  • Personen und Institutionen
    • Prof. Dr. Jürgen Wasem Lehrstuhl f. Gesundheitsmanagement d. E-M-A-Universität Greifswald
    • Prof. Dr. Vossenkuhl/ Dipl.-Biol. Rauprich Inst. f. Philosophie d. LMU München
    • Dr. Krauth Abt. Sozialmedizin, Epidemiologie u. Gesundheitssystemforschung d. MH Hannover
    • Prof. Dr. Leidl/ Dipl.-Vw. Seitz Abt. Gesundheitsökonomie d. Universität Ulm
    • Dr. Hansmeier Lehrstuhl für Versorgungssystemforschung u. Qualitätssicherung in der Rehabilitation d. Humboldt-Universität Berlin
    • Dr. Kohlmann Institut f. Sozialmedizin d. Medizinischen Universität Lübeck
    • Dr. Hessel Lehrstuhl f. Gesundheitsmanagement d. E-M-A-Universität Greifswald
    • Prof. Dr. Igl Lehrstuhl für Sozialrecht d. Universität Kiel
    • Dr. Holderied LVA Unterfranken
  • Laufzeit
    • 2 Jahre (Beginn: Frühjahr 2002)
  • Kontakt
    • Prof. Dr. Jürgen Wasem,
    • Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen,
    • Universitätsstr.
    • 45117 Essen,
    • E-Mail: juergen.wasem (AT) uni-essen.de.

Hintergrund

Unter der Rahmenbedingung der Budgetierung gewinnen ökonomische Aspekte (wie sie etwa von der AG Reha-Ökonomie erarbeitet wurden) eine zunehmende Bedeutung für Allokationsentscheidungen in der Rehabilitation. Zugleich sollen die Mittelverwendungen ethischen Anforderungen genügen. Das Reha-System soll „effizient“ und „gerecht“ sein. Bislang ist das Verhältnis von ökonomischer Evaluation, ethischen Prinzipien und Ressourcenallokation in der Rehabilitation in Deutschland noch nicht systematisch untersucht worden.

Ziele und Fragestellungen

Das Ziel dieses Projektes ist es, Beziehungen und Spannungsfelder zwischen empirisch/sozialwissenschaftlichen, gesundheitsökonomischen und ethischen Gesichtspunkten der Ressourcenallokation in der Rehabilitation herauszuarbeiten und einen gehaltvollen Diskurs mit Entscheidungsträgern des Reha-Systems zu diesem Themenkomplex einzuleiten. Dazu wurden in einer ersten Projektphase die disziplinären und methodischen Grundlagen geschaffen und eine grundlegende interdisziplinäre Analyse des Verhältnisses der drei Perspektiven durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse wurden mit Entscheidungsträgern in einem Workshop diskutiert und problemorientiert zu spezifischen Themen und Fragestellungen verdichtet. ZIn einer zweiten Projektphase sollen die herausgearbeiteten Themen und Fragestellungen anhand von vertieften interdisziplinären Analysen bearbeitet. Darüber hinaus wurde eine repräsentative Befragung von Akteuren des Reha-Systems zu Fragen von Gleichheit und Effizienz im System der Rehabilitation durchgeführt.

Studiendesign

Unter Mitarbeit einer interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppe „Ethik in der Rehabilitation“ werden konzeptionelle Arbeiten, eine standardisierte Befragung von Akteuren im System der Rehabilitation sowie zwei strukturierte Workshops durchgeführt.

Erwartete Ergebnisse

Es wird eine Studie über das Verhältnis von empirisch/sozialwissenschaftlichen, ökonomischen und ethischen Gesichtspunkten in der Rehabilitation erarbeitet und publiziert. Sie ergänzt und schließt sich insbesondere an die Empfehlungen zur gesundheitsökonomischen Evaluation der AG Reha-Ökonomie an. Darüber hinaus wird ein Dialog mit und unter Entscheidungsträgern angestoßen und dadurch auch eine praktische Umsetzung der Ergebnisse angeregt.