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Forscher zählen auf die Mitarbeit von Reha-Patienten

Zwölf neue Forschungsprojekte, von denen sechs in Unterfranken angesiedelt sind, wurden im Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern (RFB) gestartet. Der Verbund wird in seiner zweiten Förderphase mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro im Förderschwerpunkt "Rehabilitationswissenschaften" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Rentenversicherung - unter anderem der Landesversicherungsanstalt (LVA) Unterfranken - gefördert.

Die Projekte befassen sich zum Beispiel mit der Verbesserung von Patientenschulungen in der Rehabilitation. Die Forscher des RFB appellieren an die Patienten in den Reha-Kliniken, an den Studien teilzunehmen. Seit Herbst 2002 fördert der Verbund auch zwei Doktorarbeiten, die sich mit der Rehabilitation von Schmerz-Patienten und mit spezifischen Reha-Maßnahmen für Lehrer auseinandersetzen.

Vertreter der Forschungsprojekte und Förderer des RFB kamen am 28. und 29. November 2002 in Würzburg bei der LVA Unterfranken zusammen. Der Sprecher des Verbunds, Prof. Dr. Dr. Hermann Faller, Inhaber der Stiftungsprofessur und Leiter des Arbeitsbereiches Rehabilitationswissenschaften am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg, gab einen Überblick über den Stand der Projekte.

Von den ersten zehn Vorhaben sind mittlerweile vier abgeschlossen. In diesen Studien ging es um die sehr belastende Angst von Reha-Patienten vor dem Fortschreiten ihrer Erkrankung, um Rückenschmerzpatienten, um die Behandlung psychosomatischer Störungen und um berufliche Belastungserprobung in der Rehabilitation.

Die zwölf neuen Forschungsprojekte wurden nun im Zuge der zweiten Förderphase begonnen. Parallel dazu bereiten die Förderer des Verbunds eine Phase vor, in der die Forschungsergebnisse für die Rehabilitationspraxis und somit unmittelbar für die Patienten nutzbar gemacht werden sollen.

Der RFB ist einer von bundesweit acht regionalen Forschungsverbünden, die 1998 im Rahmen des Förderschwerpunktes "Rehabilitationswissenschaften" ihre Arbeit aufgenommen haben. Die in Verbünden organisierte Forschung über die medizinische Rehabilitation zielt auf die Weiterentwicklung und Optimierung von Reha-Maßnahmen auf der Grundlage fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse ab.

Im RFB sind zum Thema "Patienten in der Rehabilitation" bayernweit 22 Forschungsprojekte organisiert. Sie befassen sich sowohl mit störungsspezifischen Fragestellungen (zum Beispiel Reha-Maßnahmen bei Erkrankungen des Herzens, der Nieren, des Bewegungsapparates) als auch mit störungsübergreifenden Ansätzen (zum Beispiel Patientenschulung als Reha-Maßnahme). Dabei steht unter anderem die aktive Mitarbeit der Patienten im Mittelpunkt.

Quelle: Uni Intern 39/02